Book Description
Als eines der bedeutendsten Ausstellungsunternehmen in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts markieren die "Junggesellenmaschinen" zugleich einen Höhepunkt in Harald Szeemanns "Museum der Obsessionen". In einer Zeit, in der die Wahrnehmung der Maschinen mit diesen selbst in den blinden Fleck der Gesellschaft abgewandert ist, werden die "Junggesellenmaschinen" bedeutsam für eine neue Perspektive auf die Apparatewelt des Techno-Imaginären. Ergänzende Materialien machen Kontext, Ökonomie und Rezeption des Unternehmens exemplarisch zugänglich. Ein ausführlicher Anhang erörtert aus heutiger Sicht den Stellenwert der "Junggesellenmaschinen" im Hinblick auf das Phantasma der digitalen Netze und das Universum der technischen Bilder, aber auch im Hinblick auf philosophische, erkenntnistheoretische und politische Bedingungen der Gegenwart. Mit Texten, Dokumenten und Beiträgen von: Renate Bauer, Marc Le Bot, Bazon Brock, Michel Carrouges, Michel de Certeau, Jean Clair, Peter Gente, Peter Gorsen, Konrad Klaphek, Gilbert Lascault, Jean-François Lyotard, Günter Metken, Alain Montesse, Armand Neven, Meret Oppenheim, Heidi Paris, René Radrizzani, Hans Ulrich Reck, Eberhard Roters, Arturo Schwarz, Michel Serres, Harald Szeemann, Oswald Wiener, Siegfried Zielinski.
About the Author
HARALD SZEEMANN. Geboren 1933. 1961–1969 Direktor der Kunsthalle Bern. 1972 künstlerischer Leiter der "documenta 5". 1980 Mitorganisator der Biennale Venedig. Seit 1981 freier Mitarbeiter am Kunsthaus Zürich. Lebt als freier Ausstellungsautor (Agentur für geistige Gastarbeit) in Tegna.